EMO – Terminal für Kohle und Eisenerz

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EMO hat einen jährlichen Umschlag von 42 Mio. Tonnen pro Jahr an Kohle und Eisenerz und lagert auf 160 ha Hafenareal (Maasvlakte) rund 7 Mio. Tonnen auf Abruf für ihre Kunden.  
Da lacht das voestalpine-Logistik-Herz, wenn man diese Massen betrachtet, noch vielmehr, wenn man die Gelegenheit erhält, von einem Gittersteig eines Silos aus 60 Metern Höhe auf diese Berge hinabzusehen. Ein Wahnsinnsausblick – gut, dass ich schwindelfrei bin!

Beim Gespräch mit dem Personalmanager konnte ich so einige Unterschiede zu Österreich feststellen; nicht nur, dass die Holländer mehr Lohnsteuer bezahlen, sie erhalten auch kein Weihnachtsgeld, das Urlaubsgeld ist im Gesetz mit 8 % des Jahresgehalts geregelt, die meisten „Kollektivverträge“ weisen jedoch ein
13. Monatsgehalt auf.

In den Niederlanden gibt es einen Mindestlohn, der sich nach einer Alterstabelle richtet. So muss z.B. ein 15-Jähriger Minimum € 445,–, ein 23-Jähriger Minimum € 1.485,60 verdienen, egal ob er/sie im Handel oder in der Industrie beschäftigt ist und welchen Beruf er/sie ausübt.

Interessant ist auch die Tatsache, dass es hier im Arbeitsleben keinen Unterschied zwischen Krankheit und Unfall gibt – „krank ist krank“. Ist jemand langzeitkrank und nicht arbeitsfähig, muss der Betrieb ihn/sie 2 Jahre weiter bezahlen.

EMO führt jedoch betriebsintern eine Aufzeichnung über arbeitsunfallfreie Tage und damit nach 169 Tagen auch der Praktikantin aus Österreich nichts passiert, hat man auch mich mit Arbeitskleidung und Schutzausrüstung ausgestattet – gut so!
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