Warum gibt es die Ortsgruppe in Ladenburg!!!!

 

Gewerkschaftliche Ortsgruppen hatten eine lange Tradition innerhalb der IG Bergbau und Energie. Insbesondere in ihren klassischen Wohnsiedlungen in den Bergbauregionen war diese Organisationsform nicht wegzudenken und prägte ein starkes Gemeinschaftsgefühl auch außerhalb der Arbeitszeit, während in der früheren IG Chemie-Papier-Keramik gewerkschaftliche Arbeit im Wesentlichen auf den Betrieb und damit auf die im Arbeitsprozess befindlichen Mitglieder begrenzt war.

Erst mit der Fusion der beiden großen Gewerkschaften zu der heutigen IG BCE wurde auch in den Industriebereichen und Regionen die Bildung von Ortsgruppen nach Satzung ermöglicht und Gewerkschaftsarbeit als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe gesehen. Durch den direkten Kontakt zu den Mitgliedern, gerne auch in Diskussionen und Zwiegesprächen, soll die Arbeit der Ortsgruppen und der Gewerkschaft generell demokratisch legitimiert werden. Vor diesem Hintergrund wurde die Ortsgruppe 1999 in Ladenburg gegründet. Ich hatte heute die grosse Ehre den Gründer Bernd Schumacher kennenzulernen. Sie umfasst die Gemeinden Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ilvesheim, Schriesheim und Ladenburg mit dem dortigen Chemie-Industriekern Ladenburg, außerhalb der Großstädte Mannheim und Heidelberg.Das Ziel ist es, Menschen an ihre Gewerkschaft zu binden, sei es beim Eintritt in die Berufswelt oder auch, wenn sie aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden sind. Gleichermaßen wollen sie damit junge Menschen an die Gewerkschaft heranführen und den beschäftigten Menschen auch außerhalb der Betriebe mit gewerkschaftlichen Positionen zu allgemeinen, gesellschaftlichen Themen einen Identifikationspunkt geben. Mit Mitgliederversammlungen, Diskussionsrunden, gemeinsamen Bildungsfahrten oder geselligem Beisammensein will die Ortsgruppe  die Gewerkschaft erlebbar machen. Der Mitgliederstand liegt zurzeit bei 820, wobeí der Altersschnitt bei ca. 62 Jahren liegt.