Hafenbehörde „Port of Rotterdam Authority“

Die Hafenbehörde „Port of Rotterdam Authority“ ist seit 2004 ein selbständiges Unternehmen, handelt sohin auf eigenes Risiko und auf eigene Rechnung und beschäftigt 1.200 Mitarbeiter; davon 600 für die Überwachung der Schiffe bzgl. Sicherheit & Umwelt. Obwohl die Behörde verselbständigt wurde, sind die Eigentümer noch immer die Stadt Rotterdam und der niederländische Staat.

Heute hatte ich die Ehre, den Logistik-Manager und danach die HR-Managerin im Sicherheitstrakt des World Port Centers zu besuchen. Gott sei Dank hatte ich meine Visitenkarte eingesteckt, die der Portier (obwohl ich ja angekündigt war) doch dann noch akzeptierte. Normalerweise ist eine behördliche Legitimation notwendig. Nach dem ich die 1. Hürde überwunden hatte, wurde ich um so freundlicher empfangen. Ich konnte viel  über Fakten, künftige Infrastrukturmaßnahmen sowie über die Visionen des  Hafens in Erfahrung bringen.

Wenn man sich vorstellt, dass ein Schiff wie „Emma“ bis zu  18.000 Container geladen hat, dann weiß man wirklich, was Logistik im Sinne von schnellem Abladen und effizienter Lagerung bedeutet. Abgesehen davon, dass die Sicherheit und Umwelt
nicht zu kurz kommt …!? Leider habe ich Emma noch nicht „getroffen“, würde aber gerne mal ihre Bekanntschaft machen 🙂 !

Emma Emma_1

Ebenso aufschlussreich war das Gespräch mit der Personalistin, die mir Auskunft über gesetzliche Bestimmungen im Vergleich zu dem für die PoRA geltenden CAO (KV) gab.
Dazu ein Beispiel bzgl. Karenz:
Laut Gesetz hat eine Arbeitnehmerin Recht auf 16 Wochen Mutterschutz; in der Zeit erhält sie 70 % ihres Entgelts. Der Mutterschutz fängt spätestens 4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin an, kann jedoch auch schon 6 Wochen vorher angetreten werden. Nach den 16 Wochen Mutterschutz kann sie 26 Wochen unbezahlt in Karenz bleiben.
Der bei der Port of Rotterdam Authority geltende CAO besagt hingegen, dass für die
16 Wochen Mutterschutz 100% und in den weiteren 26 Wochen für 13 Wochen 50 % Entgelt weiterbezahlt werden.
Laut Gesetz müssen die 26 Wochen im 1. Lebensjahr des Kindes konsumiert werden, die PoRA gewährt jedoch einen Verbrauch bis zum 8. Lebensjahr.