Besuch im Community Center der Unite

Ich habe ja schon von den Community Centern der Unite berichtet und was die dort machen. Doch wollte ich mir selbst einen Eindruck verschaffen wie das aufgebaut ist und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben.

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Ich wurde von Pauline und Will empfangen. Überraschenderweise ist es kleiner als erwartet. Es ist in einem Gebäude untergebracht wo sich noch andere Communitys eingemietet haben.

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Also ab in den Keller wo das Reich der Unite Community ist. Zuerst kommen wir in eine Art Empfangsraum, gemütliche Atmosphäre mit Couch, 2 Schreibtischen wo auch die Computer der beiden stehen. Weiter geht es in einen Multifunktionsraum der Klassenzimmer aber auch Gemeinschaftsraum mit direkter Anbindung zur Küche ist. Küche heißt dann auch gleich Tee-Zeit und wir sprachen über die Leute die hier her kommen und welche organisatorischen Probleme sich ergeben.

Die verschiedenen Migrationsgruppen, die größte ist die der Bengali, bleiben lieber unter sich. Das erschwert auch etwas den Unterricht da es immer wieder vorkommt das die Diskussion vom Englische in die Muttersprache abdriftet. Auch ergeben sich Organisatorische Probleme auf Grund der Religion. So wünschen sich die Muslime getrennt Klassen und weiblich Lehrer was aber oft nicht möglich ist. Neben Englisch gibt es auch Computerkurse nicht jetzt etwa Spezielles Training, hier wird wirklich an der Basis angefangen. Ist es doch nicht selten das Leute aus Regionen ins Center kommen in denen es weder Strom noch fließend Wasser gibt. Auch der Religion oder Herkunft geschuldet, ist das Problem mit dem fehlenden Respekt gegenüber Frauen. Aber zurück zu den Angeboten, mit Mieterschutzcommunitys gibt es auch Partnerschaften und diese beraten Betroffene in den Räumlichkeiten der Unite Community. Bei der Führung kamen wir auch in den Computerraum wo ich überrascht war das sehr neues Equipment zur Verfügung stand. Auf nachfrage erklärte mir Will das dies eine Spende der Barkleys Bank sei.

Auf die Mitgliedschaft angesprochen erklärten mir die Beiden dann das vorallem Männer sich der Gewerkschaft verbunden zeigen und eine wöchentlichen Beitrag von 0,5 Pfund zahlen. Das da nicht viel zusammen kommt ist auch klar und das heißt wiederum eine Quer-Finanzierung der Gewerkschaft. Aber unterm Strich finde ich es gut was die Leute hier machen auch wenn es am Papier sich immer einfacher liest wie es sich in Wirklichkeit umsetzten lässt. Klar Daumen Hoch!!!!