Tarifverhandlungen, heiße Phase

Im ver.di Fachbereich Finanzdienstleistungen gehen die Tarifverhandlungen im öffentlichen und privaten Bankenbereich in die heiße Phase. Letzte Woche war die zweite Verhandlungsrunde. Es wurde kein Ergebnis erzielt. Gleich darauf tagte die Tarifkommission, bei der ehrenamtliche wie auch hauptamtliche GewerkschafterInnen von ver.di Arbeitskampfmaßnahmen besprochen haben.

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ver.di fordert: 100.- Sockelbetrag +3,5% Lohnerhöhung, Verlängerung des Tarifvertrages für den Vorruhestand und Einhaltung der vereinbarten Ausbildungsinitiative.

Der Tarifvertrag soll wieder eine Laufzeit von 12 Monaten betragen!

Die Arbeitgeber fordern, dass der Samstag zum normalen Arbeitstag wird. Ohne das der Samstag zum Regelarbeitstag wird, wollen die Arbeitgeber über keine Lohnerhöhungen sprechen und erweitern auch nicht den Vorruhestandstarifvertrag.

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Die Angestellten im Bankengewerbe wehren sich gegen diese Forderung mit zahlreichen Aktionen. Sie gehen auf die Straße und hängen Protestsocken auf eine Wäscheleine, sie lassen Seifenblasen steigen und zeigen den Arbeitgebern die rote Karte.

Ich darf bei einigen Aktionen sowie bei verschiedenen Besprechungen dabei sein. So erlebe ich, wie in diesem Fachbereich die Informationen von der Tarifkommission bis zum Landesbereich gelangen, wie alle Gremien sich auf die nächsten Schritte vorbereiten und was geplant wird.

Leider wird die letzte Verhandlungsrunde erst nach meiner Abreise stattfinden. Ich wünsche jedoch den Verhandlern von ver.di viel Erfolg, denn klar ist, wenn der Samstag zum Regelarbeitstag wird, öffnet das viele weitere Türen für die Arbeitgeber in zukünftigen Tarifverhandlungen. Sollte es ver.di nicht gelingen viele ArbeitnehmerInnen zu mobilisieren und zu emotionalisieren, würden dieser Verschlechterung mit Sicherheit in Zukunft noch weitere Verschlechterungen folgen.

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Eure Kerstin