Genf am Freitag, den 23. Mai 2014, vormittags

Hi, es geht in die nächste Runde

Heute wieder Meeting mit Sektorverantwortlichen.

Meeting Director, Health, Safety and Sustainability, Aerospace Regional Contact Person, North America

Content:

“The aerospace sector interacts with affiliates to shape a joint sector policy and develop a common strategy for unions to address developments and challenges in the industry. The work is carried out through a Steering Committee.”

Er ist seit 1990 gewerkschaftlich aktiv – Gesundheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit (früher Überbegriff Umwelt, Querlieger) waren schon von jeher seine Kernkompetenzen und Aufgabengebiete (Zusammenspiel social, environmental, economic needs).

Unbestritten ist für ihn, dass die Industrie weltweit “sauber” sein muss – mit der Sicherheit für die ArbeiterInnen, diesen Job auch gesund und ohne schädigende Umwelteinflüsse ausüben zu können.

Luftfahrtindustrie

Beschäftigte in der Luftfahrtindustrie grob USA 624tsd., China 491tsd., Europa 466tsd. etc., ca. die Hälfte ist gewerkschaftlich organisiert, wobei es auch hier wieder eine starke Unterscheidung Richtung OECD- (hoher Organisationsgrad, gut bezahlte Hightechjobs) und nicht OECD-Länder gibt. China, Indien, Brasilien und Russland bauen sich ihre eigene Luftfahrtindustrie auf. Problem stellt möglicherweise der fließende Übergang in und die enge Verschränkung mit dem staatlichen Verteidigungsbereich / -ministerien dar – hier gilt es für IndustriaALL natürlich, auf eine saubere Trennung zu achten.

Er auch die Gewerkschaftsstruktur in Kanada vor. Hier gibt es, ähnlich wie bei uns, die organisatorischen Strukturen der jeweiligen Gewerkschaften bis auf nationale und internationale Ebene, verschränkt mit 10 Provinzen und 3 Territorien. Markanter Unterschied im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen: In Kanada verhandelt jede “local union” mit dem Dienstgeber, Verhandlungsrahmen und Guideline ergibt sich aus einem Rahmenabkommen (Pattern) mit der “national union” und daraus resultierend ein branchenweites Gesamtabkommen, das idealerweise kanadaweit ident ist. Man sieht jedoch – stark fragmentiert und somit schwer einheitlich zu organisieren.

Ansprechperson für North America (Querlieger):

siehe kurze folgende Analyse: Nordamerika befindet sich in einer gesamtamerikanischen Freihandelszone, die rein unternehmerischen und ökonomischen Vorgaben gehorcht (“Driven and controlled by business!”, no social dialog, no legal standing, no democratic standing) – ohne jegliche demokratische Legitimierung wie in Europa durch das EU-Parlament.

Die (Gesamt-)Amerikanische Freihandelszone (FTAA: Free Trade Area of the Americas) soll eine Freihandelszone und einen „gemeinsamen Markt von Alaska bis Feuerland“ schaffen.

Die Amerikanische Freihandelszone soll alle 34 Staaten in Nord-, Süd- und Mittelamerika sowie in der Karibik (vorerst mit Ausnahme Kubas) umfassen. Dieses Gebiet umfasst knapp 800 Millionen Verbraucher mit jährlich erwirtschafteten Gütern und Dienstleistungen im Wert von über zehn Billionen USD.

Die Gewerkschaft für den Öffentlichen Sektor, PSI (Public Services International) stellte bereits vor Jahren eine ewig laufenden Maschinerie von Verhandlungen und Neuverhandlungen fest, die ein gemeinsames Ziel verfolgen:

„Wer sich mit den neuen Handels- und Investitionsabkommen auseinandersetzen muss, die zurzeit verhandelt werden, kann in dem Buchstabendschungel schnell die Orientierung verlieren, muss er doch Kürzel wie TPP, TTIP, CETA, PA, TISA usw. auseinanderhalten. Trotz dieser verwirrenden Liste mit Akronymen verfolgen all diese Verhandlungen im Kern ein vergleichbares, rein an unternehmerischen Interessen ausgerichtetes Programm. Jedes Abkommen bildet die Basis für das nächste Vertragswerk innerhalb einer ewig laufenden Maschinerie von Verhandlungen und Neuverhandlungen. Hart erkämpfte Ausnahmeregelungen, beispielsweise zum Schutz öffentlicher Dienste oder zur Ausklammerung von Regulierungen für Finanzdienstleistungen aus den Investitionsschutzvereinbarungen zwischen Staaten und Investoren, stehen in der nächsten Gesprächsrunde wieder zur Disposition. Darüber hinaus gilt für diese hektischen Verhandlungen weiterhin der Grundsatz der Geheimnistuerei und Verschleierung.”

Triffts – so finde ich!

Er ist viel unterwegs: ab So 25.5.2014 Brasilien, USA, Kanada – retour in Genf 22 June 2014 und lebt mit seiner Frau seit knapp 6 Jahren in Genf. Die drei Kinder sind bereits Erwachsen und leben alle in Kanada

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