Genf am Freitag, den 23. Mai 2014, vormittags

Hi, es geht in die nächste Runde.

Heute wieder Meeting mit Sektorverantwortlichen.

Meeting Energy Director

Content:

“Covering the oil and gas industries as well as electric power, regardless of method of generation, the Energy Section is a central jurisdiction linked to the mining of coal and uranium upstream as well as providing the feedstock for much of the downstream chemical industry. Other IndustriALL industries are major energy–intensive industries which places IndustriALL in a unique position to formulate comprehensive global energy policies. Organizing, networking and GFA’s continue to be priorities for the sector.”

Er führt wieder ein wenig durch die Geschichte und die Entstehung der IndustriALL: Gründungskongress 2012, entstanden aus ICEM, IMF und ITGLWF, vertreten in 140 Ländern, vertritt 50 Millionen ArbeiterInnen

IndustriAll stellt sich insgesamt in 16 Sektoren dar:

Industrielle Sektoren

  • Luft- und Raumfahrt
  • Grundmetalle
  • Energie (Öl, Gas, Elektrizität)
  • Baumaterialien (Glas, Zement, Keramik)
  • Maschinenbau
  • Papier
  • Schiffbau und Schiffsabwrackung
  • Automobil
  • Chemie, Pharmazie und Biowissenschaften
  • Industrielle und Umwelt-Dienstleistungen
  • Informations- und Kommunikationstechnologie, Elektrik und Elektronik
  • Bergbau
  • Gummi
  • Textilindustrie und Garne

Branchenübergreifend

  • Frauen
  • “Nicht-Manuell” (Angestellte)

IndustriALL’s key goals:

  1. Build union power through organizing and growth
  2. Confront global capital
  3. Defend workers’ rights
  4. Fight precarious work
  5. Ensure sustainable industrial employment

ENERGY INDUSTRIES SECTION

  • All forms of Electric Power Generation in both public and private sector ie Nuclear, coal, gas, hydro, biomass, renewables
  • Oil & Gas Exploration, Production & Refining Feedstock to Chemical Industry
  • Important “Central” jurisdiction
  • Key sector in work on Sustainable Development

THE FUTURE

The energy policy of IndustriALL will continue to be firmly grounded in cooperation and planning involving the user as well as the production industries.

IndustriALL will create numerous opportunities for increased work with new operations of the oil and gas industry increasingly developing in deepwater offshore and the construction of new drilling rigs and Floating Production Storage and Offloading (FPSO) units requiring shipmaking skills and massive quantities of metal.

Likewise in electric power the construction of new conventional power stations and nuclear stations by particular specialist companies, largely organised by metalworker trade unions, will create new areas of cooperation.

IndustriALL will also be better placed to focus on organising in new renewable energy technologies.

Zentrale Aussagen von ihm: Es gibt den Trend, beim Gas nicht mehr enorm Richtung Pipelines zu investieren, sondern auf die “Verflüssigung” und somit “Transportfähigkeit” unter anderem mit Tankern und LKWs Wert zu legen (Katar, Australien). Viele Industriezweige (Aluminium, Industriegase, Papier) sind äußerst energieintensiv und verschränken sich somit mit dem Sektor “Energy”, der naturgemäß äußerst kapitalintensiv ist.

Er geht kurz auf die Situation der FPSOs ein:

Eine Floating Production Storage and Offloading Unit (FPSO) (Produktions- und Lagereinheit) ist ein Schiff, das bei Offshore-Gewinnung mit Hilfe einer oder mehrerer Bohrplattformen zur Förderung, Lagerung und Verladung von Erdöl und Erdgas eingesetzt wird. Hierfür werden ehemalige Tanker oder Neukonstruktionen verwendet, die mittels Unterwasser-Rohrleitungen die Fördermengen der Plattformen aufnehmen und lagern, um sie später in der Regel zur Verschiffung wieder abzupumpen. Durch den Einsatz der FPSOs erübrigt sich der Aufbau einer kostenintensiven Pipelineinfrastruktur.

Die Erdöl- und Erdgasförderung erfolgt immer „tiefer“ (und somit immer kostenintensiver) und „mobiler“. Er geht auch auf den Stellenwert der OMV ein und unterstreicht deren Wichtigkeit in Mittel- und Osteuropa als Globalplayer bezogen auf die Raffinierung und Distribution (keine Produktion).

Im Energiesektor waren bzw. sind die Anlagen auch heute oft noch in öffentlicher Hand, somit sind die Gehaltsentwicklungen und Arbeitsbedingungen großteils entsprechend gut. Die letzten 20 Jahre ist der Trend der Privatisierungen zu erkennen – mit interessanten Auswüchsen wie die ausländische “Reverstaatlichung” britischer Energieeinrichtungen durch die französische EDF – fast ein Treppenwitz.

Wesentlich ist die Energievermeidung und der Bereich der erneuerbaren Energieträger mit dem Effekt der Dezentralisierung – ein wesentlicher Punkt im Energiekonzept der Zukunft.

Arbeitsbedingungen und Organisationsgrad: Öl/Gas eher weniger organisiert (Ausnahme: Russland), Norwegen gut organisiert und gute Arbeitsbedingungen → gute Tradition. Es kommt auch zu dem Effekt der “überlassenen” Arbeiter bzw. dazu, dass z.B. auf einer Ölplattform eine Fülle von Firmen verantwortlich zeichnet, Begriff “contracted workers”, “contracted out” – es handelt sich hierbei jedoch um keine prekären Arbeitsverhältnisse.

 Kurz zur Situation der britischen Gewerkschaften: Diese kann sich nur verbessern!

Durch den Merger vor einigen Jahren zur UNITE gehts zumindest in die richtige Richtung.

Unite’s structure is based around the industries members work in and the regions where they live. This ensures every member gets the best representation at local and national level.

Vom Werdegang her war er ursprünglich im Chemiesektor tätig und hat sich danach stetig im Gewerkschaftsbereich engagiert und entwickelt.

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