Genf am Freitag, den 23. Mai 2014, nachmittags

Hi, es geht in die nächste Runde.

Meeting Stellvertretender Generalsekretär, BWI (Bau- und Holzarbeiter Internationale)

Content:
Anlässlich ihres Weltkongresses in Buenos Aires, gründeten der Internationale Bund der Bau- und Holzarbeiter (IBBH) und der Weltverband der Bau- und Holzarbeiter (WVBH) am 9. Dezember 2005 einen neuen globalen Gewerkschaftsbund, die Bau- und Holzarbeiter Internationale – BHI.

Als globalem Gewerkschaftsbund sind dem BHI freie und demokratische Gewerkschaften mit Mitgliedern in der Bau- und Baumaterialienindustrie, der Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft und verwandten Industriezweigen angegliedert.

Der BHI hat 328 Mitgliedsgewerkschaften mit rund 12 Millionen Mitgliedern in 130 Ländern. Sitz der Organisation ist Genf in der Schweiz. Die BHI verfügt außerdem über Regionalbüros und Projektbüros in Panama und Malaysia, Südafrika, Indien, Burkina Faso, Kuraçao, Kenia, Südafrika, Thailand, Russland, Peru, Chile und Brasilien.

Es ist die Mission der BHI die Entwicklung von Gewerkschaften in der Bau- und Holzindustrie weltweit zu fördern und Arbeitnehmerrechte in Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung zu fördern und zu stärken.

Der Generalsekretär ist verantwortlich für Verwaltung und Leitung der BHI.

Ausführliches und intensives Gespräch mit dem Stv. Generalsekretär in dessen Büro in Genf. Er geht auf die drei Sektoren Bau (mit Infra,) Holzver- und -bearbeitung und Forstwirtschaft ein.

Die drei Enticklungphasen der BWI der letzten 20 Jahre:

  1. 90er Jahre: Beginn der internationalen Arbeit, Mitgliederzuwachs, Policy Development, Aufbau etc.
  2. ab 2000: Konsoliedierung
  3. ab 2010: Organizing (vor allem in Asien), Campaigning

Osteuropa (….ist doch so nah) schlechter Organisationsgrad und schlechte Arbeitsbedingungen (Kroatien, Tschechei, Polen, Bosnien (EUR 270 Monatslohn), Moldawien als “Armenhaus um die Ecke”).

Dreigliedriger Aufbau der BWI-Aktivitäten: Kampagnen, Öffentliche-/Infrastrukturprojekte, Forstbereich

Kampagnen

Die Kampagnen beziehen sich vor allem auf sportliche Großereignisse.

Katar 2022 (Fußball-WM) wirft bereits seine Schatten voraus und ist medial sehr präsent. Man ist als BWI aktiv in den und bei den Betrieben (es ist ein Zuwachs von 800tsd. Migranten zu verzeichnen). Davor gab es auch sehr erfolgreiche Aktionen in Südafrika (Fußball-WM). 2012 Polen/Ukraine (Fußball-EM) war eher flau. Für 2014 Brasilien (Fußball-WM) gibt es 2 Koordinatoren und eine fülle von Aktivitäten (dzt. bereits Mitgliederzuwachs 200tsd.) .

Moskau 2018 (Fußball-WM) gibt es mit russischer Gewerkschaft FNPR keine Kampagne, eher mit “kleinerer” und unabhängiger KNPR → Kampagne von Aussen. Es geht um die Sache und was vor Ort passiert. 2016 Brasilien / Rio (Olympische Sommerspiele) sind ebenfalls großangelegte Maßnahmen vorgesehen.

Öffentliche-/Infrastrukturprojekte

inkl. “Sozialstandards” → IWF-Projekte

z.B. Uganda Staudammprojekt, Namibia

In Osteuropa ist die Strabag besonders stark (Russland Nummer 1, 1,8tsd. MitarbeiterInnen) → vor allem sogenannte “Korridorprojekte” (Autobahn, Zug von Ost nach West).

Ein Handeln auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern wird angestrebt, wobei der folgende Generationenwechsel in den Gewerkschaften dies unterstützen wird.

Forstbereich

“Zertifizierungslevel” (FSC (Der FSC (Forest Stewardship Council) ist eine gemeinnützige internationale Mitglieder-Organisation, die sich weltweit für eine umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragbare Waldwirtschaft einsetzt.), FSE) : 1992 Rio-Konferenz, WWF, 1996 Umwelt vs. Arbeit.

Mit der Zertifizierung und dem Ökolabel gelingt es BWI, über die Betroffenheit der Konsumenten direkt auf die Multis (MNCs) Einfluss zu nehmen – und das in einer für die ArbeitnehmerInnen richtigen Art (soziale Standards, Umwelt etc.).

Dies stellt für mich ein bestechendes und auch in anderen Bereichen bzw. Gewerkschaften nachahmenswertes Konzept dar.

Global verfügt BWI über ca. 60 MitarbeiterInnen (inkl. Genf) mit globalen Regionalvertretern in Büros vor Ort.

Chinesische Baukonzerne entdecken die “alte” Welt / Europa und sind in Serbien, Montenegro, Bulgarien aktiv – Belgrad wird als Hub eingesetzt.

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